Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Patrick Weegen
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Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Patrick Weegen » Di 12. Mai 2015, 13:05

Hallo zusammen!

Wenn ich mir die Seite vom Landeserdbebendienst so anschaue befürchte ich gerade, dass mir ein längerer Einsatz bevorstehen könnte.

12-05-2015 13-00-06.png
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Übrigens war das letzte Beben bei uns am 3. September 1978 mit 5,7 in einer Ähnlichen Liga wie das in Nepal vor wenigen Wochen. Anton müsste sich ja dran erinnern, was damals bei uns los war.

Irgendeiner nützliche Tipps?

Gruß Patrick

Matthias Martin
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Matthias Martin » Di 12. Mai 2015, 13:41

Hi!

Mir fehlt da jetzt sowohl Historie als auch Fachwissen zur Beurteilung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Richterska ... kalenwerte

Ist die Aufzeichnung schon wirklich besorgniserregend?

Grüße
Matthias

Patrick Weegen
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Patrick Weegen » Di 12. Mai 2015, 14:02

Bezüglich der Historie kann ja vieleicht Anton Kastner bissel was von 1978 erzählen. Der war wenn ich das noch richtig weiß als Pionier damals im Einsatz bei uns.

Bissel was zu der Erdbebengefahr kann auch hier nachgelesen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Hohenzollerngraben

Leichte Erdbeben, die gar nicht wahrgenommen werden oder vielleicht auch mal zu hören sind bzw. die Gläser im schrank klappern lassen sind so alle paar Wochen sind bei uns ganz normal (Sieht man auch, wenn die ganze Liste beim Erdbebendienst anschaut. Da tauchen Albstadt und der Zollern-Alb-Kreis relativ regelmäßig auf). Die 3 großen Beben aus dem letzten Jahrhundert (1911, 1943 und 1978) sind auch in der Top 10 der in stärksten in Deutschland gemessenen Erdbeben.

Diese Häufung kleiner Erdbeben seit dem 8.5. bei denen das Epizentrum immer nahezu an der gleichen Stelle ist, kann ein Hinweis sein, dass was großes bevorsteht, muss aber nicht. Weiß man leider erst hinterher.

Es ist natürlich auch schade, dass noch keiner von @fire (Jan, Irakli, ...) hierher gefunden hat.

Gruß Patrick

Matthias Martin
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Matthias Martin » Di 12. Mai 2015, 14:17

Ich hatte eher die Historie der Aufzeichnungen (letzter Monat, letztes Jahr,...) gemeint, um die Werte in Relation zu interpretieren. Als B'seeler ist mir das Albstadter Beben schon ein Begriff. ;-)

Sollte man eine konkrete Gefährdung sehen, wäre es für mich naheliegend sich an den Japanern (sehr erfahren mit Erdbeben, ähnlich technologisiertes Land) zu orientieren.

http://www.japan.diplo.de/Vertretung/ja ... etter.html

Sind diese Merkblätter hilfreich?
Einiges ist für mich GMV anderes erinnert an die Vorsorge aus dem Zivilschutz.

Grüße

Patrick Weegen
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Patrick Weegen » Di 12. Mai 2015, 15:22

Achso! Na die Historie kannst beim Erdbebendienst auch anschauen. http://lgrb-bw.de/led_pool/led_2_1.htm und dann unterhalb der Liste auf "Vollständige Liste anzeigen". Dann hast die Liste des aktuellen Jahres und von dort aus kommst dann auch auf die Listen der letzten Jahre.

Ob eine konkrete kurzfristige Gefahr besteht kann man ja leider nicht sagen. Grundsätzlich ist es bei uns aber schon so, dass man damit rechnen muss, dass in absehbarer Zeit ein Beben kommen wird. Die Beben waren ja immer so im Abstand von 30 - 40 Jahren, also rein statistisch gesehen ist das nächste dann so langsam mal dran.

Patrick Weegen
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Patrick Weegen » Fr 15. Mai 2015, 13:43

Die Erde hat sich wieder beruhigt bei uns. Seid dem ich den Screeeshot in meinem ursprünglichen Post gemacht habe wurden keine weiteren Beben in Albstadt mehr registriert und es gab auch (noch) kein großes.
Hoffentlich bleibt das auch noch eine weile so.

Gruß Patrick

Frank Steegmanns
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Frank Steegmanns » Mi 20. Mai 2015, 08:47

Hallo Thomas,

hier ist schon jemand von @fire (@fire ist nicht nur Jan und Irakli ;)). Unsere Regionen sind nicht so sehr von Erdbeben betroffen, vielleicht ein wenig mehr die Bereiche um Vulkane (Eifel usw.). Bei uns kommen zwar immer wieder kleinere Beben vor, die aber selten größere Auswirkungen, außer Gläserwackeln und ein paar Rissen, haben. Selbst etwas stärkere Beben hätten vermutlich wegen unserer robusten Bauweise wenig Auswirkungen, bis auf Beschädigungen. Viel gefährlicher sind bei uns Bergbauschäden, da niemand so genau weiß wo sich alte Abbauschächte befinden, die dann hin und wieder einstürzen.

Gruß Frank

Gunnar Kreidl
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Gunnar Kreidl » Mi 20. Mai 2015, 11:29

Ich kann mich an das 78 beben als Kind sehr gut erinnern , es war sehr Früh Morgens , mein Vater hatte Dienst im THW nachts über und saß in der Küche und frühstückte

Selbst im schon relativ weit entfernten Bietigheim Bissingen wackelte die Bude ganz schön, ein komplettes Regal über mein bett machte sich selbstständig und der Inhalt viel auf mich, davon bin ich aufgewacht. Als ich dann mehr oder weniger Ängstlich bei mein Vater in der Küche auflief meinte er nur , war ein Erdbeben leg dich wieder hin :mrgreen:

Gunnar

Patrick Weegen
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Patrick Weegen » Mi 20. Mai 2015, 13:23

Gunnar Kreidl hat geschrieben:Als ich dann mehr oder weniger Ängstlich bei mein Vater in der Küche auflief meinte er nur , war ein Erdbeben leg dich wieder hin

Und wie lange hats gedauert, bis er dann dienstlich die schöne Alb besucht hat?

Gruß Patrick

Christian Fleschhut
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Re: Wenn Nepal plötzlich ganz nah ist

Beitragvon Christian Fleschhut » Mi 20. Mai 2015, 16:28

Dann schau mal, wie oft seit ca 1,5 Jahren die Erde in Südhessen bebt.
Da gab es im letzten Jahr auch größere Schäden an IIRC 90 Gebäuden in einem Ort.....
Mit freundlichen Grüßen
Christian Fleschhut
Feuerwehrforum.biz
Feuerwehr Steinbach


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